Zweierlei Nationalismus?

Seit Jahren ist Nationalismus eines meiner Themen, und jetzt habe ich den schottischen Nationalismus ganz vergessen. Gestern sind zwei eher “theoretische” Artikel in meiner Twitter-Timeline gelandet – okay, “theoretisch” im Vergleich zu den Berichten im Deutschlandfunk und auf der Website der ARD, die eher journalistisch vorgehen, das Land bereisen und Menschen interviewen, ob sie für oder gegen die Unabhängigkeit stimmen werden und warum und warum nicht.

Außerdem ist ein Bild in meiner Timeline aufgetaucht, das die Regionen Europas zeigt, welche nach Unabhängigkeit streben: Unabhängigkeitsbewegungen in Europa. Preisfrage: Welche Unabhängigkeitsbewegung haben sie vergessen? Weiterlesen

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Ich war dabei: Centenary 1914-2014 (Urlaub, Teil 4)

Ich bin zurück vom Urlaub. Ich bin, mehr oder weniger, die Westfront entlang gefahren, das heißt, den umkämpften Teil der Westfront. Was ich gelernt habe: Lille ist eine Stadt ohne Buchläden.

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Ich war dabei: Centenary 1914-2014 (Urlaub, Teil 3)

Ich bin zurück vom Urlaub. Ich bin, mehr oder weniger, die Westfront entlang gefahren, das heißt, den umkämpften Teil der Westfront. Was ich gelernt habe: Der Chemin des Dames ist eine Straße, offiziell heißt sie D18CD. Sie ist zweispurig und läuft auf dem Rücken eines Höhenzugs entlang.

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Ich war dabei: Centenary 1914-2014 (Urlaub, Teil 2)

Ich bin zurück vom Urlaub. Ich bin, mehr oder weniger, die Westfront entlang gefahren, das heißt, den umkämpften Teil der Westfront. Was ich gelernt habe: Die Aisne ist ein Fluss, nicht besonders breit und meistens dreckig grün.

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Ich war dabei: Centenary 1914-2014 (Urlaub, Teil 1)

Ich bin zurück vom Urlaub. Ich bin mit dem Zug nach Metz gefahren und von dort aus mit dem Fahrrad Richtung Westen: Nach Verdun, dann nördlich die Argonnen überquert, anschließend die Aise entlang und dem Chemin des Dames gefolgt (vorher noch ein Ausflug nach Reims), und von dort aus nach Norden nach Péronne und Albert. Dort bin ich in den Zug gestiegen und nach Lille gefahren, von dort aus nach Ieper (Ypern, Ypres, Ypers). Von Ieper aus bin ich wieder nach Hause gefahren. Ich bin also, mehr oder weniger, die Westfront entlang gefahren, das heißt, den umkämpften Teil der Westfront. Den elsässischen Teil, den es auch gab, habe ich ausgelassen, vor allem, weil ich ihn zu wenig kenne. In Metz habe ich eine Karte gefunden, auf der die gesamte Front eingezeichnet ist, einschließlich der (geringfügigen) Veränderungen im Laufe des Krieges, so dass ich mit dieser Karte auch die gesamte Front abfahren könnte. Ich weiß aber noch nicht, ob ich das je tun werde: Selbst die Strecke, die ich jetzt gefahren bin, hat sich als sehr anstrengend herausgestellt. Vielleicht die erstaunlichste Erkenntnis, die ich durch kein Buch hätte erfahren können: Verdun ist nicht nur der Schauplatz einer der furchtbarsten Schlachten des Ersten Weltkriegs, sondern außerdem eine hübsche kleine Stadt. Ansonsten einige Ausflüge in die britische und französische Erinnerungskultur, an der Deutsche leider viel zu wenig teilhaben.

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Zwei feministische Lesetipps

Ich habe einmal wieder feststellen dürfen/müssen, dass zumindest kurzfristig nichts so viele “Clicks” bringt wie wenn ich in aktuelle feministische Debatten eingreife, egal wie lang oder kurz der Text ist. Daher gleich noch einmal zwei Links zu interessanten feministischen Texten:

Warum willst du nicht hier bleiben? – Darum!

Eine aus Deutschland in die USA ausgewanderte Frau (habe ich jedenfalls so verstanden), die mittlerweile Professorin ist, verbringt ein Jahr als Gastprofessorin in Deutschland und ist schockiert vom Verhalten der Männer um sie herum, für die es eine völlig ungewohnte Situation zu sein scheint, es auf einmal mit einer Chefin zu tun zu haben. Die Autorin ist froh, als sie wieder in die USA zurückkehrt.

(Gefunden habe ich den Artikel über das Blog von fuckermothers: “After a year back in Germany I feel like a radical feminist activist.”)

Der zweite Link führt zum Blog von Ursula Kroeber Le Guin: About Anger Part I

Und zu diesem Link und überhaupt zu U.K.Le Guin gibt es noch eine Menge mehr zu sagen.
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Ob Kinder soziale Wesen seien oder nicht, und warum das nicht dasselbe ist wie die Frage, ob sie gut sind oder nicht

Vor einer Weile habe ich bei Antje Schrupp in einer Diskussion zur NS-Pädagogik mitgemischt. Irgendwann tauchte die Frage auf, ob Kinder von Natur aus gut oder böse seien (im Beitrag von Katharina), und von mir kam dann die erstaunte Frage, ob diese Frage nicht längst geklärt sei (auch in einem Kommentar): Ähnlich wie Kinder von Natur aus die Fähigkeit haben, eine Sprache zu lernen, haben sie auch von Natur aus die Fähigkeit, Beziehungen zu den Menschen aufzunehmen, die sich um sie kümmern. Allerdings brauchen sie für beides Menschen, die sich um sie kümmern und mit ihnen reden: Sie “entfalten” sich nicht von selbst.

Die Antwort war, dass sich da immer noch zwei Lager gegenüber stehen: Auf der einen Seite Leute wie Jesper Juul, auf der anderen Seite Leute wie Michael Winterhoff (ein weiterer Kommentar von Katharina). Die Frage habe sich aber etwas gewandelt: Es gehe nicht mehr darum, ob Kinder von Natur aus gut oder böse seien, sondern ob sie von Natur aus soziale Wesen seien oder nicht, die mit der Gemeinschaft kooperieren und die Regeln der Gemeinschaft lernen und übernehmen würden. Allerdings fangen da meiner Ansicht nach die Probleme erst an.

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