Zwei feministische Lesetipps

Ich habe einmal wieder feststellen dürfen/müssen, dass zumindest kurzfristig nichts so viele “Clicks” bringt wie wenn ich in aktuelle feministische Debatten eingreife, egal wie lang oder kurz der Text ist. Daher gleich noch einmal zwei Links zu interessanten feministischen Texten:

Warum willst du nicht hier bleiben? – Darum!

Eine aus Deutschland in die USA ausgewanderte Frau (habe ich jedenfalls so verstanden), die mittlerweile Professorin ist, verbringt ein Jahr als Gastprofessorin in Deutschland und ist schockiert vom Verhalten der Männer um sie herum, für die es eine völlig ungewohnte Situation zu sein scheint, es auf einmal mit einer Chefin zu tun zu haben. Die Autorin ist froh, als sie wieder in die USA zurückkehrt.

(Gefunden habe ich den Artikel über das Blog von fuckermothers: “After a year back in Germany I feel like a radical feminist activist.”)

Der zweite Link führt zum Blog von Ursula Kroeber Le Guin: About Anger Part I

Und zu diesem Link und überhaupt zu U.K.Le Guin gibt es noch eine Menge mehr zu sagen.
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Ob Kinder soziale Wesen seien oder nicht, und warum das nicht dasselbe ist wie die Frage, ob sie gut sind oder nicht

Vor einer Weile habe ich bei Antje Schrupp in einer Diskussion zur NS-Pädagogik mitgemischt. Irgendwann tauchte die Frage auf, ob Kinder von Natur aus gut oder böse seien (im Beitrag von Katharina), und von mir kam dann die erstaunte Frage, ob diese Frage nicht längst geklärt sei (auch in einem Kommentar): Ähnlich wie Kinder von Natur aus die Fähigkeit haben, eine Sprache zu lernen, haben sie auch von Natur aus die Fähigkeit, Beziehungen zu den Menschen aufzunehmen, die sich um sie kümmern. Allerdings brauchen sie für beides Menschen, die sich um sie kümmern und mit ihnen reden: Sie “entfalten” sich nicht von selbst.

Die Antwort war, dass sich da immer noch zwei Lager gegenüber stehen: Auf der einen Seite Leute wie Jesper Juul, auf der anderen Seite Leute wie Michael Winterhoff (ein weiterer Kommentar von Katharina). Die Frage habe sich aber etwas gewandelt: Es gehe nicht mehr darum, ob Kinder von Natur aus gut oder böse seien, sondern ob sie von Natur aus soziale Wesen seien oder nicht, die mit der Gemeinschaft kooperieren und die Regeln der Gemeinschaft lernen und übernehmen würden. Allerdings fangen da meiner Ansicht nach die Probleme erst an.

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Bemerkung zum Ersten Weltkrieg: Ob die Schuldfrage noch wichtig sei und warum oder warum nicht

Ich bin gefragt worden, ob oder warum es noch wichtig sein soll, wer nun Schuld am Ersten Weltkrieg ist. Darauf gibt es mehrere Antworten:

(Außerdem sind mehrere Blogposts über den Ersten Weltkrieg in Vorbereitung. Aber erst einmal dieser hier über die Schuldfrage sozusagen als Einleitung.)

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Im Spielplatzcafé: Schlimmeres als Schreikinder

Wieder eine eigenartige Begegnung, dieses Mal im Spielplatz-Café. Konkret handelt es sich um einen Kiosk beim Waldspielplatz, der neben Kaffee für die Eltern und Eis für die Kinder auch Currywurst mit Pommes und sogar Mittagstisch für die arbeitenden Menschen der Umgebung anbietet. Die sitzen dann in Anzug oder Kostüm auf den Bierbänken in der Sonne und machen Mittagspause.

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Täter-Opfer-Umkehr im Kindergarten, oder: Kein Spiel mehr

Ich wollte erst einen eigenständigen Kommentar zu einem Kommentar zum Kommentar von Antje Schrupp zu flappygate schreiben, aber dann habe ich beschlossen, bei Antje Schrupp zu kommentieren und hier meinen Kommentar noch einmal zu veröffentlichen, damit er nicht in den Tiefen des Cyberspace versinkt. Es geht nicht direkt um Sexismus – das überlasse ich anderen – sondern um Bullying und die merkwürdigen “Argumentationsstrategien” von Bullies, die sich als die verfolgte Unschuld ansehen, wenn gepetzt wird.

Außerdem hier noch ein Link zu dem besten Text, den ich zu flappygate gefunden habe:

Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt

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Im Internet gefunden: Crashkurs wie man Israel kritisiert und wie nicht, und ein paar Bemerkungen dazu

Erst einmal der Link zu der Liste an Tipps, die ich gefunden habe, mit der Empfehlung die Liste zu lesen und sie sich zu Herzen zu nehmen:

How to Criticize Israel Without Being Anti-Semitic gefunden bei This is not Jewish

Vor allem möchte ich auf die Kurzfassung hinweisen, die sich am Ende des Textes findet. Sie enthält nur sechs statt neunzehn Punkten, ist aber meiner Meinung nach nicht nur besser, sondern auch umfassender. Außerdem habe ich beim Lesen gemerkt, dass ich selbst eine schärfere (nicht unbedingt längere) Liste aufstellen würde und einiges, was der Autor der Liste für okay hält, nicht für okay halte.

Und noch ein weiterer Link zu einem Vortrag von Matthias Becker, einem Mitarbeiter von Monika Schwarz-Friesel, zum Thema Antisemitismus: Die Genese des modernen Antisemitismus

Und dann noch ein Tweet mit einem Antisemitismus-Bullshit-Bingo, mit ein paar Hinweisen, welche Stereotype man vermeiden sollte.

Und ein weiterer Text, wie man Israel kritisieren soll und wie nicht: a simple guide for talking to your israeli and jewish friends.

Außerdem noch gefunden: Interview mit Detlev Claussen und Text von Andreas Zick: Neuer Antisemitismus, alter Hass? Der Konflikt in Gaza erschüttert noch ganz anders

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Nachtrag zum gestrigen Eintrag “Wiedersehen mit einem Satz”

Ich hatte ursprünglich vor, noch etwas zum Thema Bullying zu schreiben, aber als ich zum entsprechenden Abschnitt kam, hatte ich vergessen, was ich schreiben wollte. Jetzt ist es mir wieder eingefallen.

Hier ist noch der Link zum ursprünglichen Eintrag: Wiedersehen mit einem Satz.

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