Aufklärung als Naivitätsverlust

Lizas Welt

Henryk M. Broder als »mobiles Mahnmal« in der TV-Sendung »Entweder Broder«

Vor einigen Tagen hatte ich in einer nordrhein-westfälischen Ortschaft an der Sieg einen Vortrag zum Thema »Israel, die Palästinenser und das Wasser« zu halten (eine Zusammenfassung findet sich hier). Die Veranstaltung fand in einer kleinen Gedenkstätte statt, die an die während der Shoa ermordeten Juden aus der Region erinnert; das Publikum bestand aus etwa 35 Zuhörern, alle waren bürgerlich gekleidet und ganz überwiegend deutlich älter als ich. Was ich anzubieten hatte, war vor allem Empirie – abgesichert durch eine intensive Recherche und Gespräche mit Wissenschaftlern – sowie eine sich daraus ergebende Kritik. Das Problem dabei war: Die Ergebnisse widerlegen die verbreitete Annahme, dass die Israelis die Palästinenser an den Rand des Verdurstens bringen und im Übrigen die größten Wasserverschwender im Nahen Osten sind. Und das schmeckte einem Teil des Publikums überhaupt nicht.

Drei Männer Mitte fünfzig rissen die dem Vortrag folgende Diskussion vollständig an sich und legten, jeweils begleitet…

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