Nachtrag zum Text „Opferschutz und Täterschutz“

Auf der Website der Jungle World habe ich einen Artikel gefunden, der sich kritisch mit der Behauptung auseinandersetzt, die Tatsache, dass der Copilot an Depression erkrankt gewesen sei, habe dazu geführt, dass er das Flugzeug gegen eine Felswand geflogen hat: Endlich wieder Berufsverbote. Dort wurde auch ein Artikel aus der ZEIT verlinkt: Wer depressiv ist, will anderen kein Leid antun. Die Psychiaterin, die dort zu Wort kommt, sagt deutlich: Depression ist normalerweise nicht damit verbunden, dass man anderen Menschen Leid zufügen will. In extremen Fällen besteht die Vorstellung, dass nahestehende Menschen genau wie man selbst so unglücklich sind, dass der Tod für sie die beste Option sei, aber solche Fälle sind selten, und zweitens betreffen sie keine unbekannten Menschen. Die Psychiaterin bringt andere Krankheiten ins Spiel, die ich auch vermutet hätte, aber ich bin eben keine Psychiaterin, sondern nur informierte Laiin, und Ferndiagnosen sind grundsätzlich problematisch. Die Diskussion um Depression hätte man sich sparen können, wenn man einen Blick ins DSM-IV oder ins ICD-10 geworfen hätte.

(Hier noch einmal der Link zum ursprünglichen Artikel: Opferschutz und Täterschutz)

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