Im Internet gefunden: Crashkurs wie man Israel kritisiert und wie nicht, und ein paar Bemerkungen dazu

Erst einmal der Link zu der Liste an Tipps, die ich gefunden habe, mit der Empfehlung die Liste zu lesen und sie sich zu Herzen zu nehmen:

How to Criticize Israel Without Being Anti-Semitic gefunden bei This is not Jewish

Vor allem möchte ich auf die Kurzfassung hinweisen, die sich am Ende des Textes findet. Sie enthält nur sechs statt neunzehn Punkten, ist aber meiner Meinung nach nicht nur besser, sondern auch umfassender. Außerdem habe ich beim Lesen gemerkt, dass ich selbst eine schärfere (nicht unbedingt längere) Liste aufstellen würde und einiges, was der Autor der Liste für okay hält, nicht für okay halte.

Und noch ein weiterer Link zu einem Vortrag von Matthias Becker, einem Mitarbeiter von Monika Schwarz-Friesel, zum Thema Antisemitismus: Die Genese des modernen Antisemitismus

Und dann noch ein Tweet mit einem Antisemitismus-Bullshit-Bingo, mit ein paar Hinweisen, welche Stereotype man vermeiden sollte.

Und ein weiterer Text, wie man Israel kritisieren soll und wie nicht: a simple guide for talking to your israeli and jewish friends.

Außerdem noch gefunden: Interview mit Detlev Claussen und Text von Andreas Zick: Neuer Antisemitismus, alter Hass? Der Konflikt in Gaza erschüttert noch ganz anders

Ich komme mir etwas komisch vor, zu urteilen, dass ich die kurze Liste bei How to Criticize Israel Without Being Anti-Semitic besser finde als die lange. Wer bin ich, dass ich urteile? Schließlich kann ich nicht wissen, was in jüdischen Menschen vor sich geht, wenn sie diesen oder jenen Spruch hören. (Außer dass es wahrscheinlich nicht allen von ihnen gleich geht.) Ich möchte auch niemandem vorschreiben, wie er oder sie zu fühlen hat.

Aber auf der anderen Seite weiß ich, was in deutschen Köpfen vor sich geht, wenn sie dieses oder jenes sagen, weil ich weiß, wie ich selbst vor zehn oder zwanzig oder dreißig Jahren gedacht habe (und wie ich mich manchmal immer noch ertappe) und weil ich immer wieder Dinge zu hören bekomme, die mir nur gesagt werden, weil angenommen wird, dass ich als Deutsche automatisch auf der gleichen Seite wie die Sprecher stehe und Verständnis für sie habe. Auf diese Weise habe ich etwas Einblick in die „Logik“ hinter den Verhaltensweisen, die auf der verlinkten Liste kritisiert werden. (Und natürlich habe ich eine Menge von Monika Schwarz-Friesel und Matthias Becker gelernt. Deswegen noch einmal meine Empfehlung, den oben verlinkten Vortrag von Matthias Becker zu hören.)

Es geht nicht darum, was Menschen fühlen, wenn sie diese oder jene Sprüche fühlen, sondern es geht um den Antisemitismus, den man in vielen Äußerungen nachweisen kann.

Jetzt aber erst einmal die Liste und meine Erläuterungen dazu:

  • Do go ahead and criticize Israel.
  • Don’t use anti-Semitic stereotypes or tropes.
  • Don’t use overly expansive language that covers Jews as a whole and not just Israel.
  • Don’t use lies to boost your claims.
  • Do engage Jews in conversation on the issues of Israel and of anti-Semitism, rather than simply shutting them down for disagreeing.
  • Do try to be sensitive to the fact that, fair or not, many people take verbal or violent revenge for the actions of Israelis on Diasporan Jews, and Diasporan Jews are understandably frightened and upset by this.

1. „Go ahead and criticize Israel“: Ich fühle mich daran erinnert, dass mir vor ungefähr zehn Jahren einmal jemand gesagt hat, es müsse „Kritik an der Politik der israelischen Regierung“, nicht „Kritik an Israel heißen“. Aber so wie dieser jemand es mir gesagt hat, war es nur eine Sprachregelung. Jemand, der die Sprachregelungen gelernt hat, wird imstande sein, seine Kritik an Israel als Kritik an der Regierungspolitik zu tarnen. Besser also Haltungen hinterfragen…. Welches Land wird sonst als ganzes kritisiert? Vielleicht die USA, aber sonst nicht einmal Russland oder China. Nicht einmal Südafrika wurde während der Zeit der Apartheid als ganzes kritisiert, es ging immer nur um das südafrikanische Apartheids-Regime. (Ich glaube, das Problem besteht auch darin, dass bei Israel diskutiert wird, ob es nicht besser wäre, wenn es das Land nicht gäbe. Ich wüsste nicht, die Existenz welchen anderen Landes in Frage gestellt wird. Noch dazu geht es im Fall von Israel nicht darum, eine Grenze so oder so zu ziehen, sondern auch die Menschen, die jetzt dort wohnen, sollen nach Ansicht derjenigen, die möchten, dass das Land von der Landkarte verschwindet, am besten mitverschwinden.)

In dem oben verlinkten Text stellt Detlev Claussen den Unterschied etwas anders dar: Auch andere Länder würden kritisiert, aber wenn andere Länder kritisiert werden, dann mit Argumenten, während Israelkritik meist ein Ventil für Gefühle sei.

Manchmal wird gerade in offiziellen Texten Israel kritisiert, aber gemeint sind Entscheidungen der Regierung, die diese im Namen Israels getroffen hat. Das ist dann kein Problem. Wie gesagt, es kommt nicht auf einzelne Worte an, sondern auf das, was gemeint ist. Entscheidend ist, dass in diesem Fall einzelne konkrete Entscheidungen kritisiert werden.

Ob es auch das umgekehrte gibt, nämlich dass gesagt wird, die Regierung werde kritisiert, aber dass es in Wirklichkeit es um Israel als ganzes geht, weiß ich nicht. Meist schlägt die Kritik um, und das merkt man dann auch: Erst wird gesagt, es ginge um die Regierung, aber nach ein paar Sätzen wird immer deutlicher, dass der gesamte Staat Israel für durch und durch verdorben gehalten wird, so dass er am besten von der Landkarte verschwände, und irgendwann geht es nicht mehr um Israel, sondern um alle Juden insgesamt. Gleichzeitig wird der Sprecher immer emotionaler. Diese Art von Israelkritik ist antisemitisch, weil sie erstens mit realen Problemen nichts mehr zu tun hat, sondern es nur noch die Ressentiments des Sprechers geht, und weil in ihr zweitens alle Juden in einen Topf geworfen werden.

Woran kann man nun erkennen, ob Israel als ganzes kritisiert wird, wenn man mit der Erklärung des Sprechers, nicht Israel, sondern die israelische Regierung zu kritisieren, nicht zufrieden ist? Es ist nicht immer einfach, aber ein wichtiges Kriterium ist immer, ob konkrete Handlungen kritisiert werden, ob der Sprecher Fakten kennt und ob er imstande ist, die Situation im Detail zu analysieren, oder ob allgemeine, kaum oder gar nicht belegbare Behauptungen aufgestellt werden.

Und vielleicht ist es, wenn man deutsch ist, sogar besser, Israel überhaupt nicht zu kritisieren, wie Deniz Yücel in der taz schreibt: Nein, du darfst nicht. Es gibt genügend Israelkritiker auf der ganzen Welt, da müssen wir als Deutsche das nicht auch tun.

Hier ist noch ein Link zu einem Kommentar beim Deutschlandfunk, der zeigt, wie man es eher nicht machen soll: Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird als Urkatastrophe des Nahen Ostens bezeichnet. Da kann man auch gleich die Gründung Israels als Katastrophe bezeichnen. Allerdings gehöre ich zu denjenigen, die das Wort „Katastrophe“ auch für den Ersten Weltkrieg als unpassend empfinden, da es verschleiert, dass es Menschen gab, die den Krieg verursacht haben.

2. „Don’t use anti-Semitic stereotypes or tropes.“ Sicher ein guter Tipp, aber um ihn zu befolgen, muss man erst einmal wissen, welche Stereotype und „tropes“ es gibt. Sie sind sehr zahlreich, aber bevor ich den wichtigsten diskutiere, hier noch einige Bemerkungen überhaupt zu Stereotypen: Alle Stereotype sollten möglichst vermieden werden, nicht nur die antisemitischen. Wenn man merkt, dass man eine ganze Gruppe in einen Topf wirft und Aussagen über sie trifft, nicht als Soziologe, so dass immer klar ist, dass alle Aussagen nur Trends und Durchschnitte meinen, sondern als Alltagsmensch, so dass ein Satz, der beginnt „die Juden…“ in Wirklichkeit meint „alle Juden…“ und nicht „tendenziell und im Durchschnitt sind Juden so und so“, dann sollte man vorsichtig werden und seine eigenen Klischees und Stereotype überdenken.

Ich wollte ursprünglich über mehrere Stereotype schreiben, aber dann hatte ich ganz viel über eines geschrieben und zu den anderen fiel mir nichts ein. Daher schreibe ich hier nur über dieses eine Stereotyp und empfehle euch ansonsten den Vortrag von Matthias Becker.

Also, das wichtigste antisemitische Stereotyp lautet: Juden seien böse. Dies gibt es natürlich in sehr vielen Varianten, weil „böse“ erst einmal inhaltlich gefüllt werden muss. Zum Beispiel ist für manche Menschen der Bolschewismus, für andere der Kapitalismus böse. Juden können dann für beides verantwortlich gemacht werden. Manche Menschen halten sogar beides für böse und die Juden für beides verantwortlich.

Zum Stereotyp „Juden sind böse“ gehört natürlich auch die Behauptung, Juden würden Kinder ermorden. Was könnte böser sein als der Mord unschuldiger Kinder? Was den derzeitigen Konflikt anbelangt, in welchem tatsächlich Kinder sterben (und ich will das Leid der Kinder und ihrer Angehörigen nicht klein reden), so kommt es darauf an, nach dem Kontext zu suchen, und Juden oder auch die israelischen Soldaten nicht als Menschen darzustellen, die aus reiner Boshaftigkeit Kinder umbringen. (Anmerkung: Ich bin zur Zeit tatsächlich gespalten. Einerseits möchte ich berührbar bleiben für das Leiden der Menschen, und zwar für das Leiden auf beiden Seiten. Andererseits habe ich auch Angst, manipuliert zu werden. Tote Kinder sind immer schrecklich, aber sie sollten nicht zum Urteil „die Israelis sind böse“ verleiten.)

Zum Stereotyp „Juden sind böse“ gehören auch alle Nazi-Vergleiche. Was könnte böser sein als die Nazis? Allerdings gibt es hier Unterschiede je nachdem, von wem diese Nazi-Vergleiche verwendet werden. Für Menschen aus den USA oder dem Vereinigten Königreich ist es einfach: Sie (beziehungsweise ihre Vorfahren) haben gegen Nazi-Deutschland gekämpft, welches das ultimativ Böse war. Für Menschen in Deutschland sieht die Situation anders aus. Sie müssen mit der Tatsache leben, dass ihre eigenen Vorfahren dieses absolut Böse waren. Da ist es natürlich angenehm, wenn man behaupten kann, jemand anders – und noch dazu diejenigen, die von den Nazis als Hauptgegner phantasiert und als solche verfolgt und ermordet wurden – seien sogar noch böser. Dann ist man selbst vielleicht gar nicht so böse, wenn man diese hyperbösen Menschen umzubringen versucht hat.

(Hier noch ein ziemlich gruseliger Link: Casual Antisemitism gone wild.)

Ja, und wegen dieses Stereotyps „Juden seien böse“ sehe ich ein paar Punkte, mit denen der Autor des Originals kein Problem hat, kritischer als er, vor allem die Benutzung des Wortes „Genozid“ in Bezug auf das, was in Gaza geschieht oder die Benutzung von Worten wie „mörderisch“ oder inhuman. (Inhuman ist übrigens ein weiteres klassisches Stereotyp, was der Autor der Originalliste nicht zu kennen scheint.) Das Wort Genozid sollte nicht auf Gaza angewendet werden. Niemand hat vor, die Menschen in Gaza systematisch umzubringen.

3. „Don’t use overly expansive language that covers Jews as a whole and not just Israel.“ Vielleicht eines der besten Beispiele dafür, dass Menschen, die nicht antisemitisch sind, sondern denen es wirklich nur darum geht, die konkrete Politik Israels zu kritisieren, keine Regeln brauchen. Spätestens, wenn man nicht mehr über Israel, sondern über Juden redet, outet man sich als Antisemit. Wenn man nicht mehr Israel, sondern „die Juden“ im allgemeinen kritisiert, hat das nichts mehr mit der Kritik konkreter Politik zu tun, sondern dann stellt man Behauptungen über Juden im allgemeinen auf, also über Eigenschaften, die alle Juden gemeinsam hätten, und dann ist man wieder bei Punkt 2 gelandet. Wenn man Juden im allgemeinen kritisiert und nicht diese oder jene Handlung der israelischen Regierung oder auch einiger israelischer Bürger, dann geht es nicht um Analyse oder Verbesserung des gegenwärtigen Zustands, sondern darum, Ressentiments und Hass gegen Juden im allgemeinen Luft zu machen.

Wie gesagt, Menschen, die keine Antisemiten sind, muss diese Regel nicht gesagt werden, weil es für sie selbstverständlich ist, sich daran zu halten. Sie halten die Regel ein, ohne darüber nachdenken zu müssen, weil sie gar nicht in Versuchung sind, irgendetwas über „die Juden“ im allgemeinen zu sagen. Diese Regel ist wichtig für diejenigen, die gerne ihrem Zorn über „die Juden“ ihren Lauf lassen würde („die Juden“ in Anführungszeichen, weil es nicht um reale jüdische Menschen geht, sondern um ein Produkt der Phantasie.)

Allerdings ist die Trennlinie zwischen Antisemiten und denen, die es nicht sind, nicht immer einfach zu ziehen. Auch Menschen, die die Shoah aufrichtig bedauern, haben manchmal Ansichten, wie „die“ Juden insgesamt seien. Ihnen hilft eine Liste mit Regeln möglicherweise, selbst zu merken, wann sie in antisemitischen Stereotypen verfallen, so dass sie sich selbst reflektieren können.

4.“Don’t use lies to boost your claims.“ Versteht sich eigentlich von selbst. Die meisten Lügen fallen ohnehin unter Punkt 2. Eine Lüge, die nicht unter Punkt 2 fällt, ist allerdings die Behauptung einer israelischen Besatzung in Gaza. Manchmal wird auch nicht deutlich gemacht, von welcher Besatzung gesprochen wird. Aber nur die Westbank ist besetzt, Gaza nicht.

5. „Do engage Jews in conversation on the issues of Israel and of anti-Semitism, rather than simply shutting them down for disagreeing.“ Sollte sich ebenfalls von selbst verstehen. Zuhören ist besser als alles besser wissen wollen. Am schlimmsten ist es, wenn man tatsächlich nicht viel weiß, außer wer die Guten und wer die Bösen in diesem Konflikt sind. Dann gilt ganz einfach: lernen ist besser, als unwissend bleiben. Nur die, die meinen, alles zu wissen, bleiben unwissend.

Die zweite Seite mit Ratschlägen, wie man über den Konflikt in Gaza diskutieren sollte (a simple guide for talking to your israeli and jewish friends) wird noch deutlicher: Frage deine israelischen Freunde, wie es ihnen geht. Erzähle ihnen nicht, was und wie sie denken sollen.

Hier ist ein Link zu einem Text von Amos Oz: Israel kann nur verlieren
Ich halte mich nicht für eine Spezialistin, was den Nahost-Konflikt anbelangt. (Ich habe meine Zeit dazu genutzt, mehr über die NS-Zeit und über Antisemitismus hier zu lernen.) So weit ich mich erinnere, gehört oder gehörte Amos Oz zum eher linken, friedensbewegten Ende des Spektrums. Interessant ist es dann festzustellen, wenn auch jemand, der einmal friedensbewegt war, den gegenwärtigen Einsatz unterstützt. Wichtig ist es dann, nicht wegzuhören, sondern sich die Gründe anzuhören, warum er anderer Ansicht ist. Wenn jemand einmal friedensbewegt war, wird er nicht ohne Gründe zum „Falken“. (Wobei – in Deutschland hatten wir ein paar komische Fälle, wo Menschen sich um 180 Grad gedreht haben.) Vielleicht sollte man sich die Gründe anhören, bevor man urteilt. Vielleicht kann man etwas lernen, auch wenn man nicht zustimmt.

Und hier ein Link zu einem Interview, wie es eher nicht sein sollte: Israelisches Mitgefühl ist zu viel verlangt.

6. Do try to be sensitive to the fact that, fair or not, many people take verbal or violent revenge for the actions of Israelis on Diasporan Jews, and Diasporan Jews are understandably frightened and upset by this.

Denn in dieser verbalen oder gewalttätigen Rache zeigt sich die Tendenz zu Antisemitismus. Warum sonst sollte man Menschen für etwas verantwortlich machen, für das sie nichts können?

Noch ein paar Worte, warum ich die Kurzfassung der Liste für besser halte als die Langfassung. Die Kurzfassung enthält Haltungen, die Langfassung enthält Worte. Worte sind aber an und für sich nicht schlimm. Sie sind schlimm, weil sie Haltungen ausdrücken. Selbst wenn ein einzelnes Wort ängstigt, verletzt oder verstört, so geschieht dies deswegen, weil vor der dahinterstehenden Haltung warnt, welche Angst macht. Deswegen können Listen im schlimmsten Fall zur Tarnung hilfreich sein, einer Tarnung, die allerdings meistens nur kurze Zeit funktioniert. Man kann alle neunzehn Regeln der langen Liste befolgen, aber wenn man der Ansicht ist, dass Juden sowieso böse sind und das Verschwinden des Staates Israels Weltfrieden brächte, dann werden die jüdischen Gesprächspartner irgendwann merken, dass man dieser Ansicht ist und das Gespräch abbrechen, auch wenn keine der neunzehn Regeln verletzt wurde. Und eine Person „of good faith“ wird Israel weder „murderous“ noch „inhuman“ nennen. Der Autor der Liste hat sich anscheinend ein ziemlich dickes Fell zugelegt.

Und zum Abschluss noch ein Interview, wieder geführt vom Deutschlandfunk, dieses Mal mit Jean Asselborn, dem Außenminister von Luxemburg: „Das Gebiet wird zum Friedhof“

(Ich frage mich mittlerweile, ob der Deutschlandfunk ausländische Politiker interviewt, damit sie sagen, was der Deutschlandfunk gerne verkünden möchte, es sich aber nicht traut, selbst zu sagen oder von deutschen Interviewpartnern sagen zu lassen.)

Die ganz problematischen Verhaltensweisen werden im Interview vermieden. Es geht um Politik der israelischen Regierung, um Überlegungen, wie die Situation verbessert werden könnte. Unangenehm ist die Stelle, wo er meint, dass Tsi Livni eine der wenigen sei, die noch menschlich fühlen. Aber das Hauptproblem sind hier vielleicht nicht Klischees oder Stereotype, sondern dass Israel an höheren Standards gemessen wird als andere Länder.

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2 Antworten zu Im Internet gefunden: Crashkurs wie man Israel kritisiert und wie nicht, und ein paar Bemerkungen dazu

  1. Dann bin ich mal gespannt, wie viel Antisemitismus Du in den Reden von Abraham Melzer findest: Der Zentralrat der Juden vermisst Solidarität
    Abraham Melzer – August 2014

    http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/melzer_abraham_Zentralrat%20der%20Juden%20vermisst%20Solidaritaet.htm
    http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_deutsch/melzer_abraham_Rede-Kassel%2015.%208.%202014.htm

    • susanna14 schreibt:

      Ich habe Abraham Melzer gegoogelt und festgestellt, dass er Jude ist, und das ist natürlich eine etwas heikle Situation, wenn ich als Deutsche beurteilen soll, ob ein Jude sich antisemitisch äußert. Zum Glück ist es aber gar nicht nötig, denn die Angelegenheit ist bereits vor Gericht gelandet. Henryk M. Broder hat Abraham Melzer auf seine typische, wenig diplomatische Art kritisiert („den Adolf machen“) und Melzer ist juristisch dagegen vorgegangen. Eine absurdere Posse kann man sich nicht vorstellen: Ein Jude kritisiert Israel, ein anderer Jude kritisiert den ersten Juden, und ein deutsches Gericht soll feststellen, ob das alles noch innerhalb des Erlaubten ist.

      Hier ist ein Link zum Artikel bei der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/die-sache-broder-gegen-melzer-zionistischer-antizionismus-1.431719

      Und ob Abraham Melzer ein Antisemit sei, kannst du bei Henryk M. Broder nachlesen.

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