Antwort auf Stefan Koß

Ich bin bei Huffington verlinkt worden: Hier. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich stolz sein soll oder es eher beängstigend finde, zumal ich außerdem noch anscheinend auf der E-Learning-Plattform der FH Potsdam verlinkt worden bin.

Da ich bei Huffington.de nicht antworten kann, ohne bei Facebook registriert zu sein, antworte ich hier.

Hallo, ich habe gesehen, dass Sie meinen Blogpost verlinkt haben, und ja, es tut mir leid, aber Artikel wie Ihren habe ich schon mehrere gelesen, und vielleicht sollte ich noch eine Unterkategorie zu „Mittelschichtseltern“ aufmachen: „Journalistenväter“. Ihre wichtigste empirische Grundlage scheinen Ihre Erfahrungen mit Ihren eigenen Töchtern zu sein, die Sie mit Ihren eigenen Erfahrungen vergleichen. Dabei müssen Sie aber vorsichtig sein, dass Ihre Erinnerungen Sie nicht trügen: Ich erinnere mich sehr gut, dass ich in der fünften oder sechsten Klasse (oder vielleicht sogar in beiden Klassen) im Kunstunterricht einen Farbkreis malen musste. Vielleicht nicht genau nach Itten, aber mehr als nur sechs Farben enthielt er schon. (Also eben nicht nur rot orange gelb grün blau lila, sondern auch Farben wie gelborange und blaugrün und rotviolett.) In der Freizeit malte ich auch noch mit Filzstiften, und zwar nicht Flugzeuge, sondern Raumschiffe. Aber Kunstunterricht ist eben nicht Freizeit.
Hausaufgaben über die Wochenenden oder in den Ferien: Ich erinnere mich an einen Artikel von einem Ihrer Kollegen, der sich darüber beklagte, dass seine Töchter am Sonntag Hausaufgaben machen mussten. Das musste ich auch hin und wieder, nur dass meine Mutter mich nicht bemitleidet hat, sondern mich gefragt hat, warum ich sie nicht schon am Freitag gemacht habe. (Manchmal hätte ich sie auch schon am Mittwoch oder Donnerstag machen können.) Vielleicht müssten Sie Ihre Tochter auch fragen, warum Sie den Farbkreis in den Weihnachtsferien malen muss. Vielleicht hätte auch sie schon vorher Gelegenheit gehabt.
„Ich musste mich in der Schule nicht anstrengen und meine Töchter sollen sich auch nicht anstrengen müssen“ ist ein schlechtes Argument. Es gibt auch gute Argumente gegen das G8. Ein paar von ihnen habe ich im P.S. meines ursprünglichen Blogposts genannt. („Wenn ich Bildungsministerin wäre„)

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