Zum Adorno-Preis für Judith Butler I: warum die Kritik an Judith Butler völlig gerechtfertigt ist

Bei Antje Schrupp findet eine Debatte zur Dankesrede von Judith Butler für den Adorno-Preis statt: Betrauerbare und Unbetrauerbare – Judith Butlers Rede zum Adornopreis. Dabei wird natürlich auch die Diskussion gestreift, ob Judith Butler den Preis zu Recht bekommen hat, also trotz ihrer Äußerungen zu Hamas und Hisbollah. Ich möchte gerne mehr dazu sagen, möchte jedoch auch nicht allzu sehr off-topic gehen (ich habe dort immerhin schon die längsten Kommentare geschrieben), und schreibe also hier.

Ich habe schon vor einer Woche über Judith Butler geschrieben (anlässlich der Tatsache, dass ich mich erfolgreich durch “das Unbehagen der Geschlechter” durchgearbeitet hatte) und dabei auch etwas über die Kontroverse zum Adorno-Preis geschrieben. Ich wollte ursprünglich nicht noch einmal darüber schreiben, aber mich hat erschreckt, wie sich Menschen sich zu Verteidigern von Judith Butler aufschwingen, ohne konkret auf die Vorwürfe einzugehen, die ihr gemacht werden, oder überhaupt zu verstehen, was das eigentliche Problem ist. Stattdessen wird den Kritikern unterstellt, dass sie mal wieder die Antisemitismuskeule gegen alle schwingen, die sich kritisch gegenüber Israel äußern. Nachdem ich das Video des Teach-Ins gesehen habe und nachdem ich mich über die Kampagne “Boycott, Sanctions, Divestment” informiert habe, finde ich die Reaktionen dieser Verteidiger allerdings harmlos und das geringste Problem.

Hier ist also das Link zu einem Transkript von Judith Butlers Äußerungen und einem Video der Questions-and-Answers-Sections, in welchem diese Äußerungen fielen: Judith Butler on Hamas, Hezbollah and the Israel Lobby (2006). Es lohnt sich, das ganze Video anzusehen, um sich den Kontext der ganzen Veranstaltung klarzumachen, und eventuell auch das Video der Vorlesung, die sie bei der Veranstaltung gehalten hat, die sie bei dieser Veranstaltung gehalten hat: Berkeley Teach-In Against War – Part III – Judith Butler

Ich werde jetzt erst einmal erklären, warum ich die Kritik an Judith Butlers Äußerungen für völlig gerechtfertigt halte und warum ich denke, dass Judith Butlers Äußerungen zu Hamas und Hisbollah und ihre Unterstützung der BDS-Kampagne (BDS=Boycott, Divestment, Sanctions) politisch dumm sind, und dass sie gefährlich naiv ist. Ich nehme ihr ab, dass sie keine Antisemitin ist, allerdings bin ich viel kritischer als zu dem Zeitpunkt, als ich anfing, nach Informationen für diesen Blogpost zu suchen. In einem Punkt halte ich sie nicht mehr für naiv: Ich glaube, sie weiß genau, dass es um das Existenzrecht Israels geht. Im zweiten Teil werde ich die Artikel analysieren, die sie zu ihrer Verteidigung geschrieben hat, und im dritten geht es um die Artikel, die Judith Butler verteidigen, und dazu habe ich noch Links zu den Texten, die ich im Internet gefunden habe, aber nicht mehr unterbringen konnte.

Zu den Vorwürfen gegen Judith Butler: Ich beginne mit dem, was sie zu Hamas und Hisbollah gesagt hat. Das Video zeigt, dass sie in einer Veranstaltung gesprochen hat, in der es allgemeiner Konsens war, gegen Israel Position zu beziehen. Es wird nicht gefragt, ob ein Boykott gegen Israel richtig, sondern nur, ob er effektiv ist. Ein Fragesteller bezeichnet die Gründung Israels als “hostile act” und verweist auf die Palästinenser, die damals vertrieben wurden. Ein anderer Fragesteller fragt, ob jeder Hinweis auf die Existenz einer Israel-Lobby bereits antisemitisch ist. Einer der Kollegen Judith Butlers auf dem Podium behauptet, das Haupthindernis für einen Frieden bestünde in der Unwilligkeit der (jüdischen) Israelis, das Existenzrecht der Palästinenser anzuerkennen. In seinen weiteren Ausführungen wird dann klar, dass es nicht unbedingt um das Existenzrecht von Palästinensern als einzelnen Menschen geht, sondern um das Recht der Palästinenser, als ein Volk zu existieren und um “self-representation” als Volk. (Kein Wort davon, dass sich umgekehrt die Palästinenser und andere arabische Gruppierungen damit schwer tun, das Existenzrecht Israels anzuerkennen, was ein Wunder ist, da sich die Menschen auf dieser Versammlung (jedenfalls die, die reden), ebenfalls damit schwer tun.)

In dieser Runde wird nun auch gefragt, ob der Ausschluss von Hamas und Hisbollah wegen ihrer Gewaltbereitschaft nicht mehr Schaden als Gutes anrichten würde, und ob um der Solidarität zwischen und mit den Palästinensern willen man Hamas nicht unterstützen solle. Judith Butler antwortet in der bekannten Weise, nämlich dass Hisbollah und Hamas progressive soziale Bewegungen und Teil der globalen Linken seien. “That does not stop us from being critical of certain dimensions of both movements. It doesn’t stop those of us who are interested in non-violent politics from raising the question of whether there are other options besides violence.” Sie befürwortet dann stattdessen Boycottbewegungen. (In der ersten Fußnote zum Text von Heinz Gess Judith Butler und Theodor W. Adorno im historisch-gesellschaftlichen Kontext findet sich das Transkript nicht nur von der Antwort, sondern auch von der Frage.)

Man muss Judith Butler zugute halten, dass sie im Vergleich zu denen, die die Fragen stellen, eine moderate Position einnimmt. Sie äußert zumindest Vorbehalte gegen die von Hamas ausgeübte Gewalt und ruft zu Kritik aus. Andererseits beantwortet sie die Frage der Studentin, ob sie durch ihre Zurückhaltung bei der Unterstützung von Hamas und Hisbollah mehr Schaden als Gutes anrichten, dass die beiden Organisationen Teil der globalen Linken seien, was ich als Antwort sehe, dass sie zumindest eingeschränkt als Bündnispartner in Frage kommen.

Es ist natürlich begrüßenswert, dass Judith Butler sich von Gewalt distanziert, auch wenn man sich natürlich wünschen würde, dass diese Distanzierung schärfer ausfällt, etwa so: das sind gewalttätige Organisationen, mit ihnen sind für einen Menschen wie mich, die Gewalt ablehnt, keine Bündnisse möglich, denn Gewalt als Methode lehne ich ab. Noch wichtiger bei der Frage, ob es sich um bündnisfähige Organisationen handelt, sollte jedoch sein, welche Ziele diese beiden Gruppen verfolgen und was sie für eine Ideologie vertreten. Das Ziel, den Staat Israel von der Landkarte zu tilgen, sollte jedes Bündnis unmöglich machen – vermutlich sahen das die Menschen bei jenem Teach-In jedoch anders.

Desgleichen besteht ein Unterschied zwischen einer progressiven und linken Ideologie und einer islamistischen Ideologie; ich muss allerdings gestehen, dass es mir schwer fiel, ihn in Worte zu fassen, weil ich keine klare Definition für “links” hatte. Irgendwie weiß man ja was links ist, und welche Parteien links sind und welche Positionen links sind, aber gleichzeitig gibt es auch Streit, was jetzt wirklich links ist und welche Gruppe sich als links bezeichnen darf. Das Wort “progressive” bereitet weniger Schwierigkeiten, es bedeutet wörtlich “fortschrittlich”, allerdings stellt sich hier die Frage, wohin die Reise gehen soll. Ich glaube, dass es trotzdem möglich ist, zu begründen, warum Islamismus und links bzw. progressiv nicht zusammengehen.

Ich fange mit dem Wort “progressiv” an. Ich glaube, das Wort ist am leichtesten durch sein Gegenteil zu beschreiben. Während man nämlich nicht weiß, wohin die Reise gehen soll, weiß man doch, wohin sie nicht gehen soll: Dorthin, woher man hergekommen ist. Das wäre dann rückschrittlich oder reaktionär oder regressiv. Es bedeutet, die Lösung der gegenwärtigen Probleme in der Rückkehr zu einer angeblich besseren Vergangenheit zu suchen, als die Welt noch in Ordnung war und man noch wusste, woran man sich zu halten hatte. Es heißt die Rückkehr zu autoritären Verhältnissen, als einem noch gesagt wurde, was zu tun ist und was richtig und was falsch ist. Die Schuld, für das, was falsch läuft und trotz aller Versuche einer Rückkehr zu jener alten, besseren Ordnung nicht funktioniert, wird bei äußeren Feinden gesucht, die entweder verhindern, dass man überhaupt zur alten Ordnung zurückkehrt oder dass diese Ordnung ihre segenbringende Wirkung entfaltet. Dass die alte Ordnung selbst falsch sein könnte, dass sie heute nicht mehr funktioniert oder vielleicht nie funktioniert hat, ist ausgeschlossen. Da Hamas und Hisbollah eine Rückkehr zu idealisierten islamischen Verhältnissen wünschen, können sie nicht progressiv sein.

“Links” ist wie gesagt schwieriger zu definieren. Am Ende habe ich aufgehört, im Internet nach einer Definition zu suchen, und habe das Buch “Die Kunst, nicht regiert zu werden” von Ekkehart Krippendorff hervorgeholt. Auf den Seiten 291-300 finden sich zehn Punkte, die seiner Meinung nach linke Politik charakterisieren. Ich habe drei davon ausgesucht, anhand derer sich zeigen lässt, dass Islamismus und links nicht zusammenpassen:

Links sein…. heißt, sich der Schwachen (und) Benachteiligten anzunehmen und alle Formen … gesellschaftlicher Benachteiligung öffentlich zur Sprache zu bringen…
Gegenstand linker Kritik sind nicht die Produktions-, sondern die Herrschaftsverhältnisse
Die linke politische Methode heißt Aufklärung und nicht Parteibildung

Alle drei Punkte stehen im Widerspruch zur Errichtung einer Ordnung, in der dann jeder seinen oder ihren Platz hat und alles nach überlieferten, angeblich göttlichen Regeln geschieht. (Ich möchte nicht behaupten, dass Muslime, oder der Islam, oder islamische Gesellschaften unfähig zur Aufklärung seien. Das Gegenteil ist der Fall: In der Geschichte gibt es mehrere Perioden, in denen die islamischen Gesellschaften den christilichen voraus waren, was Aufklärung und Wissenschaft anbelangt. Umgekehrt sind islamische Herrscher und Machthaber genauso fähig wie christliche, selbständiges Denken und Fortschritt in Dogmatik zu ersticken.)

Vielleicht kann man es so formulieren: Die Hamas setzt sich gegen Unterdrückung im Gaza-Streifen ein, insofern wäre sie links, aber da die Art von Gesellschaft, die sie aufbauen will, wieder Unterdrückung einschließt, kann sie nicht links sein. Außerdem ist Aufklärung nicht ihre Methode. Von daher waren die Behauptungen von Judith Butler bei diesem Teach-In tatsächlich unsinnig.

Jetzt noch ein paar Worte zu der Bewegung BDS (boycott, deinvestments, sanctions), die von Judith Butler unterstützt wird. Sie schränkt ihre Unterstützung zwar ein und beteuert, etwa dass sie keine individuellen Personen (insbesondere Wissenschaftler) boykottiert, sondern nur Organisationen, die sich nicht von der israelischen Besatzung distanziert haben und tut so, als sei dies sehr reflektiert, weil sie immer genau überlegt, ob diese oder jene Methode übernehmen kann, aber wieder überlegt sie nicht, ob sie mit den Zielen der Organisation übereinstimmt: schließlich boykottiert sie Israel nicht ganz privat, sondern unterstützt die Bewegung “Boycott, Divestment, Sanctions” auch mit Aufrufen, Unterschriften und Reden.

Ich nun bin dem Link gefolgt, den ich in Judith Butlers Verteidigung in der ZEIT gefunden habe, dem zum BDS-Movement. Dort bin ich einem Link gefolgt, den ich auf der ersten Seite gefunden habe, nämlich Read the 2005 call in full, und dort findet sich als dritte Forderung die Rückkehr der palästinensichen Flüchtlinge nach Israel. Außerdem findet sich der folgende Satz: “Fifty seven years after the state of Israel was built mainly on land ethnically cleansed of its Palestinian owners, a majority of Palestinians are refugees, most of whom are stateless.” Das heißt, genau wie der Fragesteller in der oben verlinkten Questions-and-Answers-Section erklärt BDS nicht nur die Besetzung der Westbank, sondern schon die Gründung Israels für das Problem, und das Problem soll gelöst werden, indem die Bewegung die Rückkehr der Flüchtlinge von 1948 fordert. (Ich vermute, sie meint die Kinder und Enkelkinder dieser Flüchtlinge.) Diese Rückkehr würde aber zum Ende des Charakters von Israel als jüdischem Staat führen.

Hier ist eine VIdeo auf Youtube, das die Probleme von BDS ausführlich erklärt: Say NO to BDS – Boycott, Divestment, Sanctions

Besonders erschreckt hat mich der Boykott von Veranstaltungen, die der Verständigung und Kooperation dienen. Solche Veranstaltungen dienen dem Frieden. Ein Boykott dieser Veranstaltungen schadet dem Frieden. Wenn es Judith Butler wirklich um das Leid der Menschen geht, und darum, dass keine Menschen mehr sterben, sollte sie dem Frieden und Veranstaltungen, die dem Frieden dienen, den Vorrang geben gegenüber unrealistischen, den Hass schürenden Forderungen. Vor allem aber sollte sie die Leiden der israelischen Seite ernst nehmen und deren Tote ebenfalls bedauern.

Und hier, was Norman Finkelstein am 9. Februar 2012 zu sagen hat: Norman Finkelstein on BDS (2012). Es findet sich dort auch ein Transcript. Als Kostprobe folgendes Zitat:

I mean we have to be honest, and I loathe the disingenuous. They don’t want Israel. They think they are being very clever; they call it their three tier. We want the end of the occupation, the right of return, and we want equal rights for Arabs in Israel. And they think they are very clever because they know the result of implementing all three is what, what is the result?

You know and I know what the result is. There’s no Israel! And if you don’t want the same framework then stop talking about the law and stop trying to be so clever. Because you’re only so clever in your cult. The moment you step out you have to deal with Israeli propaganda. And here they have a case.

Hier ist die Langfassung dieses Videos: Arguing the Boycott Divestment and Sanctions (BDS) Campaign with Norman Finkelstein

Hier ist ein älteres Video, in dem er BDS noch unterstützt, genauer gesagt, eine Initiative gegen Waffenexporte von kalifornischen Studenten, aber den akademischen Boycott aus pragmatischen Gründen ablehnt: Norman Finkelstein on BDS (2010)

Und hier, was Noam Chomsky zu BDS sagt: Noam Chomsky Interviewed by Frank Barat, on Israel/Palestine (4/4)

Also, Kurzfassung meiner Kritik an Judith Butlers Position: Es geht ihr nur um die Methoden, nicht um die Ziele der Bewegungen, die sie unterstützt (BDS) oder nicht unterstützt (Hamas und Hizbollah), aber als Teil der “globalen Linken” sieht. Sie scheint nicht nach den genauen Zielen zu fragen. Vielleicht irre ich mich aber auch, und sie weiß ganz genau, was die Ziele dieser Bewegungen sind und schweigt lieber dazu, und ihre Zuhörer und ihre Kritiker und die Kritiker ihrer Kritiker gehen selbstverständlich davon aus, dass Judith Butler die Existenz des Staates des Staates Israel unterstützt und nicht in Frage stellt und nur gewisse Punkte israelischer Politik, etwa die Besatzung kritisiert, und daraus resultieren die Missverständnisse und die unsinnigen Streitereien darüber, ob man nun Israel kritisieren darf oder nicht.

Wenn das Problem nun wirklich nicht Hamas und Hisbollah sind, und auch nicht die BDS-Bewegung, sondern die Tatsache, dass Judith Butler die Existenz Israels in Frage stellt, würde es bedeuten, dass ihre Kritiker viel zu mild sind. Ich zögere auch mit einem solchen vorwurf. Hier ist jetzt eine Ankündigung ihres nächsten Buches, Parting Ways: Jewishness and the Critique of Zionism, in dem sie eine Ein-Staaten-Lösung vorschlägt, unter Berufung auf jüdische Denker und Denkerinnen und jüdischen Universalismus.

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4 Antworten zu Zum Adorno-Preis für Judith Butler I: warum die Kritik an Judith Butler völlig gerechtfertigt ist

  1. Chomsky schreibt:

    Ja, hast Dir ja ziemlich viel Mühe gegeben mit dieser Triologie!
    Ich werde mich auf Deinem Blog mal schön raushalten aus dieser Diskussion! :-)

    Deshalb ein bisschen Unterhaltung für zwischendurch:

    • susanna14 schreibt:

      Was ist mit dir los? Ist vielleicht aber auch besser, wir kennen ja unsere jeweiligen Ansichten. Wobei: was mich mehr aufregt als Judith Bulters Ansichten zu Israel ist die Art und Weise, wie sie diese vertuscht und wie sie in ihre Verteidigungsartikeln um den heißen Brei herumredet und nicht die Wahrheit sagt.

      • Chomsky schreibt:

        Ich habe ca. 1 Jahr lang in einem Politikforum über den Palästina-Israel Konflikt diskutiert. M.E. eine der unappetitlichsten Diskussionen, die ich je erlebt habe.
        Ich glaube, Deutschland ist kein gutes Pflaster, um über diesen Konflikt zu sprechen, da einfach viel zu stark in diesen Konflikt involviert durch seine gesamte Geschichte.
        Nun: Natürlich hat auch die Schweiz keine rühmliche Rolle bei der Judenverfolgung gespielt (erinnert sei an den Judenstempel in den Reisepässen von Juden und die Nichtanerkennung von Juden als politische Flüchtlinge etc.), aber ich glaube, in der Schweiz verläuft die Diskussion viel lockerer, entspannter, weniger polarisiert, weniger ideologisiert und weniger verbissen im Vergleich zu Deutschland.

        Deshalb: Ist keine Freude, in Deutschland über diesen Konflikt zu diskutieren.

        • susanna14 schreibt:

          Kann ich verstehen. Mir ist eigentlich ziemlich jung klargeworden, wieviel historischen Ballast ich da mit rumschleppe und dass dieser historische Ballast mich an einem vernünftigen Urteil hindert. Ich habe es lange Zeit vermieden, etwas über den Nahost-Konflikt zu sagen, und eigentlich hatte ich nicht vor, diesen Vorsatz zu brechen, aber mit dem Blogpost über Grass habe ich es doch getan, und jetzt eben noch einmal.Ich vermeide es allerdings direkt über den Nahostkonflikt zu sprechen: der ist mir auch zu verwickelt. Bei Grass habe ich daher auch lieber darüber geschrieben, wie er über den Konflikt geschrieben hat, und bei Judith Butler interessiert mich doch, wie die Diskussion abläuft: wie sich eben Menschen vor sie stellen, und noch mehr, sie sie sich selbst verteidigt. Naja, es war nicht so geplant, aber die Art, wie die Diskussion bei Antje Schrupp lief, hat mir ziemliches Bauchgrummeln bereitet, und ich wollte also schreiben.

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